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Ziergeflügel

 

 

 

Als Ziergeflügel bezeichnet man Geflügel, dass nicht als Nutztier gezüchtet, sondern als Blickfang in Parks oder in Volieren gehalten wird. Das Ziergeflügel umfasst Arten der Hühnervögel (Galliformes), Taubenvögel (Columbiformes) und Gänsevögel (Anseriformes). Die Ziergeflügelhaltung begann schon im 17. Jahrhundert und beschränkte sich anfangs auf "Parkgeflügel" in den Schlossgärten der Aristokratie, und "Wildgeflügel" wie den Fasan, zur Jagd. Müller und Gutsbesitzer hielten sich Pfauen als Statussymbol und zeigten, dass sie Geflügel ohne Nutzwert, allein um dessen Schönheit Willen, halten konnten. Botanische Gärten und Zoos hielten Ziergeflügel, um ihre Anlagen attraktiver zu gestallten. Züchter und Hobbyhalter nahmen sich der halb domestizierten Vogelarten an und züchteten zum Teil auch Mutationsformen dieser Arten. Bekannte Mutationen des Blauen Pfaues sind der Schwarzflügelpfau, der Weiße Pfau und der Gescheckte Pfau; der Lutino-Fasan und die Zimtfarbenen, Lachsroten und Dunklen Goldfasane sind Mutationen des Goldfasanes; bei Mandarinente und Diamanttaube finden sich farbliche Abweichungen. Der Verband zur Arterhaltung von Zier-/ Wildgeflügel (VZI) e.V. im BDRG unterscheidet Hühnerartiges Ziergeflügel, Ziertauben und Wasserziergeflügel. 

 

Die Ordnung der Hühnervögel umfasst fünf Familien, etwa 70 Gattungen und mehr als 250 Arten. Von den fünf Familien der Hühnervögel sind die Fasanenartigen fast weltweit verbreitet, während die Zahnwachteln in Nord- und Südamerika, die Hokkohühner in Mittel- und Südamerika, die Perlhühner in Afrika und die Großfußhühner in Australien, Neeuguinea und Indonesien östlich der Wallace-Linie leben. 

Die Tauben (Columbidae) sind eine artenreiche Familie der Vögel. Sie sind die einzige Familie der Ordnung der Taubenvögel. Die Arten der Familie haben einen recht einheitlichen Körperbau mit kräftigem Rumpf und relativ kleinen Kopf, der beim Laufen in charakteristischer Weise vor und zurück bewegt wird. Bei den meisten Arten ist das Gefieder grau, graublau oder braun gefärbt. Einige wenige Arten, die meist zu den Fruchttauben gehören, haben ein sehr farbenprächtige Gefieder. Die Familie umfast etwa 42 Gattungen und mehr als 300 Arten, die größte Artenvielfalt besteht im Bereich von Südasien bis Australien. In der Paläarktis kommen 29 Arten vor, davon fünf in Mitteleuropa.

Die Gänsevögel (Anseriformes) bilden eine Ordnung der Vögel. Sie umfasst 47 Gattungen und etwa 150 Arten. Zu dieser Gruppe gehören so bekannte Typen von Wasservögeln, wie die Enten, Gänse und Schwäne. Vielleicht abgesehen von den Hühnervögel hat keine andere Vogelgruppe so zahlreiche Wechselbeziehungen zum Menschen. Allein fünf Arten wurden domestiziert. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal zwischen Männchen und Weibchen ist das farbigere Prachtkleid der männlichen Tiere. Die Größe der Gänsevögel reicht bis zu 180 cm (Trompeterschwann), des Gewicht liegt bei bis zu 22,5kg. Die Flügelspannweite eines Trompeterschwans kann 240 cm betragen.

 

In unserem Verein werden zur Zeit 33 Arten an Ziergeflügel von den Mitgliedern gehalten und gezüchtet.  


 

- - Amazonasent - - Amerikanische Pfeifente - - Australische Schopftaube - - Bahamaente - - Baikalente - - Brandgans - - Brautente - - Chilenenpfeifente - - Europa Wachtel - - Fleckschnabelente - - Gelbe Pfeifgans - - Halsringente - - Harlekinwachtel - - Hottentottenente - - Kaisergans - - Kolbenente - - Kalifornische Schopfwachtel - - Mähnengans - - Mandarinente - - Marmelente - - Mexicanische Baumwachtel - - Moorente - - Pfeifente - - Rothalsgans - - Rotschulterente - - Senegaltaube - - Streifengans - - Südamerikanische Löffelente - - Tafelente - - Weisswangengans - - Witwenpfeifgans - - Zimttaube - - Zwerggans - -